Thamnophis

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Deutscher Name:

Strumpfbandnattern

Allgemeines

Thamnophis sirtalis concinnus
Thamnophis sirtalis concinnus

Thamnophis ( thamnos griech. Busch ophis griech. Schlange ) ist die Bezeichnung für die Strumpfband - und Bändernattern. Die Strumpfbandnatter ist eine der artenreichsten nordamerikanischen Schlangen. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Kanada bis nach Mittelamerika. Ihren Namen verdankt sie den hellen Rücken - und Seitenstreifen ( engl. garter )

WA-Schutzstatus

kein Schutzstatus

Arten

Beschreibung

Farbvarianten

amelanistisch, anerythristisch, axanthisch, snow, red albino, flame, silver, granite, melanistisch, erythristisch,paradox leucistisch hypomelanistisch, hybino, christmas albino,super christmas albino

Vorkommen und Verbreitung

Canada, Vereinigte Staaten, Mexico

Lebensraum und Lebensweise

Haltung

Leider wird diese Art oftmals als „Strumpfbandnatter“ in diversen Zooläden angeboten. Art oder Unterart sind häufig nicht bekannt, weshalb es manchmal schwieriger wird, die passenden klimatischen Bedingungen im Terrarium zu schaffen. Für den Käufer ist es deshalb notwendig sich ein klares Bild über die Art zu verschaffen, möglicherweise über den Kontakt, zu einem Züchter oder eines entsprechendes Buches, dass bei keinem Erwerb einer Schlange fehlen sollte.


Ich persönlich halte meine Thamnophen unter folgenden Bedingungen, die je nach Art etwas varrieren können.

  • Terrariengröße: 1*0,5*0,5 m
  • Luftfeuchtigkeit: 50 – 60 %
  • Temperatur: 25 – 30 Grad
  • Einrichtung: künstl. Pflanzen,echte Pflanzen (Efeutute), Wasserschale, Korkröhren, Aste und Steine

Da Thamnophen relativ häufig koten, ist die einfache Reinigung der Gegenstände im Terrarium äußerst wichtig. Die Gegenstände sollten nach diesem Kriterium ausgewählt werden.

Terrarientyp und -größe

Trockenterrarium
Von der DGHT wird für eine Zuchtgruppe ein Terrarium mit den Maßen (1,25 x 0,75 x 0,50)m mal Schlangegröße empfohlen.

D.h. das in den meisten Fällen ein Terrarium von:

1 x 0,5 x 0,5 ( Länge x Höhe x Breite )

Terrarieneinrichtung

Bei der Einrichtung eines Terrarium ist es sinnvoll, leicht zu reinigende Gegenstände zu verwenden. In jedem Terrarium sollten mehrere Versteckmöglichkeiten vorhanden sein. Ich benutze hierfür Korkröhren, Steine und Pflanzen. Diverse Holzstücke oder Äste können bedenkenlos hinzugefügt werden, sofern diese Parasitenfrei sind. An den Steinen können sich Thamnophen häuten oder diese als Sonnenplatz benutzen. Gerne werden Äste oder Efeutute zum klettern benutzt. Eine Wasserschale zur Wasseraufnahme oder zum gelegentlichen baden, sollten ebenfalls nicht fehlen

Als gut geeigneter Bodengrund eignet sich Buchenhack,welcher relativ günstig bezogen werden kann.Der Nachteil dieses Bodengrundes ist es, dass bei einer Fütterung die Späne ggfs. mitgefressen werden können. Es sollte also darauf geachtet werden, dass die Schlange kein Buchenhack mitfrisst.Ein weitere Möglichkeit ist die Verwendung von Torfgemisch für Kleintiere. Dieser ist sehr dekorativ und Pflanzen können sehr einfach mit Erde verpflanzt werden. Rindenmulch wird auch in verschiedenen Farben und Körnungen angeboten. Leider sind diese meist noch sehr feucht und müssen selbst getrocknet werden. Auch ist das einschleppen von Parasiten leicht möglich. Wird dieses bedacht ist auch Rindenmulch ein äußerst preiswertes und schönes Substrat, welches aber u.U. einen stärkeren "Grundgeruch" aufweisen kann. Waldboden für Kleintiere kann für die Optik ebenfalls in das Terrarium eingebracht werden. Sehr gute Erfahrungen sind sind auch mit TierWohl Super gemacht worden. Ein mitfressen fällt hier normalerweise nicht ins Gewicht, da dieses Substrat sehr gut Verdaut werden kann.

Klimatische Bedingungen

Die Luftfeuchtigkeit bei Thamnophen ist mit 45-55% gut bemessen. Eine Regelung der LF kann über die Lüftung oder auch Pflanzen geregelt werden. Echte Pflanzen erhöhen die Luftfeuchtigkeit und sorgen für ein günstiges Klima im Terrarium, haben aber den Nachteil das mit ihnen leicht Schimmel oder Parasiten in das Terrarium eingeschleppt werden. Die Luftfeuchtigkeit läßt sich ebenfalls über die Art des Bodengrunds und die Größe des Wassergefäßes geregegelt werden. Sinkt die Luftfeuchtigkeit unter die o.g. Werte kann zusätzlich gesprüht werden. Auch kann die Lüftung verkleinert werden. Ein Palludarium wie manchmal empfohlen wird, ist für Thamnophen absolut nicht geeignet, wobei es auch hier Ausnahmen gibt.

Thamnophen sind relativ einfache Pfleglinge was die Temperatur angeht. Komplizierte Steuerungen sind nicht nötig um auf die gewünschte Temperatur zu kommen. Eine Möglichkeit ist es die Temperatur über einfache Spotstrahler zu regeln. In dem meisten Fällen werden 15-25 Watt je nach Terrarium reichen, um lokal eine Temperatur von 30 Grad zu erreichen. Ein Temperaturgefälle wird hierbei automatisch erreicht. Der kühlste Punkt im Terrarium hat bei mir um die 25 Grad. Das schalten per mechanischem Timer ist möglich. Die zweite Möglichkeit sind Heizmatten oder Kabel die unter dem Terrarium angebracht werden.


Beleuchtungsdauer

Die Beleuchtung stellt sich ebenfalls relativ problemlos da. Benutzt man Spotstrahler erzeugen diese normalerweise genug Licht, um das Terrarium auszuleuchten.Man kann Leuchstoffröhren verwenden die das Terrarium zusätzlich ausleuchten. UV-Beleuchtung ist bei Thamnophen nicht notwendig, soll aber zu einer Intensivierung der Farben führen. Oftmals werden Fragen zu der Sicherheit der Beleuchtungsanlage gestellt. Benutzt man Spotstrahler ist immer eine gewisse Verbrennungsgefahr der Nattern gegegen, sofern diese im Terrarium angebracht sind. Benutzt man Schutzkörbe sollten diese extrem engmaschig sein, da sich sonst die Nattern in ihnen verletzen können.

Nahrung

Strumpfbandnattern haben ein weit gefächertes Beutespektrum. Es reicht von Amphibien über Reptilien bis zu Nagern, Schnecken und Würmern. Es wurde auch schon von gewissenn ophiophagen Verhalten berichtet, wobei dieses aber die Ausnahme zu sein scheint.

Die Futterfrage sollte nach mehreren Gesichtspunkten gewählt werden.

a) Beschaffbarkeit

b) Nährwert

c) Parasiten


Fisch

Das verfüttern von Fisch ist eine der einfachsten Methoden, in der Strumpfbandnattern Haltung. Das verfüttern von Stint hat sich bewährt. Allerdings ist diese Art der Ernährung nicht ganz unproblematisch. Wie bei vielen anderen Fischen auch, enthält Stint das Enzym Thiaminase. Dieses verursacht einen Vitamin B1 Mangel bei den Thamnophen. Es sollte also bei ausschließlicher Fischfütterung etwas Vitamin B1 zugeführt werden.( z.B. Korvimin ). Auch das verfüttern von Forellenfilet ist möglich, aber es enthält ebenfalls zuwenig Nährstoffe. Auch das Verfüttern von Forelle und Waller wurde in letzter Zeit hin und wieder praktiziert. Auch hiermit konnte gute Erfahrung gemacht werden.

Bei ausschließlicher Fischfütterung tritt ebenfalls eine vermehrte Geruchsbelästigung durch den Kot auf.

Nager

Mäuse oder Ratten stellen eine komfortable Alternative zur Fischfütterung da. Da Strumpfbandnattern ihre Beute nicht töten, ist es notwendig Frostfutter zu verfüttern. Dieses kann leicht über das Internet, auf Börsen oder im Terraristikladen bezogen werden. Eine Zugabe von Vitaminen ist bei dieser Variante nicht notwenig. Jungschlangen können Teile verfüttert werden, welche leicht im gefrorenen Zustand zurecht geschnitten werden. Adulten bzw. semiadulten Tieren werden Nager in entsprechender Größe angeboten , die gierig von der Pinzette verspeist werden. Ein Intervall von 7 Tagen oder etwas mehr ist völlig ausreichend bei adulten Thamnophen


Putenherz

Sollte ebenso wie Fisch nicht regelmäßig verfüttert werden.


Regenwümer

Das verfüttern von Regenwürmern bietet sich vor allem bei Jungschlangen an. Verweigern sie anderes Futter können diese ausprobiert werden. Vorsicht ist bei der Wahl der Regenwümer geboten.

Rotwürmer (Eisenia spec.) scheinen relativ robust zu sein, nicht selten werden diese Würmer wieder ausgewürgt. Auch wird ihnen eine gewisse Toxizität nachgesagt. (http://www.gartersnake.info) Diese scheint sich aber nicht auf den Wurm selbst zu beziehen, sondern auf die Nahrung mit der der Wurm großgezogen wurde.

Besser eignen sich die eigentlichen Regenwümer oder Tauwümer (Lumbricus terrestris) für eine Fütterung. Leider besteht die wie bei Schnecken die Gefahr einer parasitologen Infektion oder die Kontamination mit Pestiziden. Abhilfe gegen parasitologen Befall kann der Gefrierschrank sein, indem diese abgetötet werden können.


Schnecken

Sollten wegen Parasiten auch am besten nicht verfüttert werden. Obwohl manche Thamnophen, Schnecken äußerst schmackhaft zu finden scheinen.

Häutung

Die Haut einer Schlange hat verschiedene Funktionen zu erfüllen und ist für diese überlebenswichtig. Sie schützt die Schlange vor mechanischen und physiologischen Verletzungen. Da Schlangen keine Augenlider besitzen, werden die Augen durch die Brille geschützt, die ebenfalls Bestandteil der Haut sind. Eine weitere Funktion ist die Regulation des Wasserhaushaltes. Sie schützt die Schlange vor dem Austrocknen. Eine regelmäßige Kontrolle der Schlange sollte zum Pflichtprogramm jedes Schlangenhalters gehören, da sich viele Krankheiten schon an dem Zustand der Haut erkennen lassen.Die anstehende Häutung der Schlange kündigt sich durch das Eintrüben der Augen an. Insgesamt wird auch die Haut trüber und matter. Normalerweise stellen Strumpfbandnattern ihre Nahrung ein, in einigen Fällen werden sie aber Futter weiterhin annehmen,was allerdings vermieden werden sollte, da die Häutung der Strumpfbandnatter Wasser entzieht. Nach einigen Tagen werden die Augen wieder klarer. Die Häutung steht kurz bevor. Manchmal läßt sich auch ein Anschwellen des Kopfes kurz vor der Häutung beobachten. Dieses geschieht um die Haut auf Spannung zu bringen und das einreißen zu erleichtern. Anschließend wird die Natter versuchen die alte Haut an einem geeigneten Gegenstand zum platzen zu bringen, dieses können Steine oder Zweige sein. Die alte Haut oder auch "Natternhemd" wird langsam vom Kopf abwärts abgestreift, bis zur vollständigen Häutung. Ein zu seltenes oder häufiges Häuten kann ein Hinweis auf Fehlversorgung der Schlange mit Vitaminen sein. Wird die Haut der Schlange nur in Fetzen abgestreift, könnte es sich auch um einen Vitamin A Mangel handeln. Um die Häutung der Schlange zu förden, ist es möglich die Luftfeuchtigkeit während der Häutung etwas hochzusetzen.

Verhalten

Thamnophen sind im Verhalten äußerst interessante Pfleglinge, die das Terrarium und ihre Umgebung äußerst neugierig erkunden. Sie könne allerdings sehr hektisch auf Störungen reagieren. Bei der Fütterung im Terrarium sollte man aufpassen, da diese Art sehr fressgierig ist und es somit zu Fressunfällen kommen kann.

Besonderheiten

Beisserei bevor einer anstehenden Fütterung
Beisserei bevor einer anstehenden Fütterung
Ein neugieriger Haufen
Ein neugieriger Haufen

Zucht

Paarungszeit

Vorbereitungen zur Paarung

Eine Winterruhe gilt als Vorbereitung zur Paarung

Paarung

Inkubation

enfällt, da lebendgebährend (ovovivipar)


Schlupf/Geburt

Quellen

Dieses ist ein Artikel aus der Artikelsammlung der Schlangengrube, gepostet von "Nexxus"


Weiterführende Literatur

Weblinks

Persönliche Werkzeuge