Pantherophis guttatus Farbformen

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Inhaltsverzeichnis

Die einzelnen Gene

Bei der Kornnatter sind inzwischen viele verschiedene Gene bekannt, welche die Farbe und/oder die Zeichnung beeinflussen.


Farbmutationen

  • Amelanistic:

Das älteste und bekannteste Gen unterdrückt die Ausbildung von Melanin wodurch die Tiere leuchtende rot/gelb/orange Farben mit weißen Elementen zeigen. Der Name setzt sich zusammen aus: A (kein) und Melanin (schwarze Pigmente). Besonderheit: Amelanistic liegt auf demselben Genplatz wie Ultra.


Anerythristische Mutationen:

Der Name bedeutet A (kein) und Erythrin (rote Pigmente).


  • Anerythristic (Typ A):

Anerythristische Tiere bilden kein Rot aus. Somit erhält man eine grau/schwarze Schlange, welche mit zunehmendem Alter mehr oder weniger ausgeprägte gelbe Flanken im Halsbereich entwickelt. Bei manchen Exemplaren ist auch ein bräunlicher Einschlag mögilch.


  • Caramel:

Bei einer Caramel fehlen ebenfalls die roten Pigmente. Zusätzlich wirkt diese Variante hyerxantisch (hyper = viel, Xanthin = gelbe Pigmente). Adulte Caramel haben ocker/gelb/goldene Farben.


  • Charcoal (Anery Typ B):

Die Charcoal bildet ebenfalls kein Rot und nur sehr vermindert Gelb aus. Die Tiere werden meist silbergrau/schwarz. Ein wichtiges Merkmal um eine Charcoal von einer Anery zu unterscheiden stellt die Iris dar. Sie ist bei einer Charcoal tiefschwarz, bei einer Anery hingegen ist sie grau.


  • Lavender:

Die ehemals als Mocha bekannte Lavender ist eine weitere anerythristische Variante. Die Jungtiere schlüpfen mit einer bräunlichen Färbung und hellen während ihrer Entwicklung stark zu hellgrauen bis lilafarbenen Tönen auf.


  • Cinder/Ashy/Anery C/Typ Z:

Diese noch recht neue Variante entwickelt sich zu silbergrauen Tieren. Da jedoch bei einigen Exemplaren später wieder rote Töne in den Sattelflecken auftauchen, handelt es sich hierbei um keine echte anerythristische Variante.


  • Kastanie:

Ebenfalls zu den neuen Varianten zählt die Kastanie. Diese Tiere sehen beim Schlupf einer Anery zum Verwechseln ähnlich. Mit jeder Häutung nimmt jedoch die Intensität an orangenen Farben zu, so dass manche Exemplare wildfarbenen Tieren ähneln können. Auch hier handelt es sich um kein echtes anerythristisches Gen.


Hypomelanistische Mutationen:

Der Name steht für Hypo (weniger) Melanin (schwarze Pigmente).


  • Hypomelanistic (Typ A):

Eine Hypomelanistic (Hypo) bildet nur vermindert schwarze Pigmente. Deshalb sind sie heller und meist farbenfroher als wildfarbene Geschwister. Mit zunehmendem Alter können diese Tiere jedoch nachdunkeln, was eine sichere optische Unterscheidung erschwert.


  • Lava:

Neben einer hypomelanistischen Wirkung scheint die Lava verstärkt rote Farben auszubilden.


  • Ultra:

Ultras haben ein noch stärker reduziertes Schwarz als normale Hypos. Da Ultra aus einem Bestand hervorging, in dem sich auch Hybriden aus Erdnatter und Kornnatter befanden, ist derzeit immer noch nicht geklärt ob es eine reine Kornnattermutation ist. Besonderheit: Ultra liegt auf demselben Genplatz wie Amel.


  • Ultramel:

Die Ultramel trägt ein Allel Ultra und ein Allel Amel. Sie haben meist keinerlei Schwarzanteile mehr auf dem Körper, einzig die Augen sind noch dunkel. Eine sichere Unterscheidung von reinerbigen Utras ist sehr schwer bis unmöglich.


  • Christmas:

Diese Variante ist optisch der normalen Hypo sehr ähnlich und vielerorts noch stark umstritten.


  • Dilute

Eine weitere, recht neue Variante ist die Dilute. Neben dem stark reduzierten Schwarz, werden vor allem in Verbindung mit Anerythristic pastellige bis blaugraue Farbtöne sichtbar. Aus diesem Grund werden Dilute Anery Motleys mancherorts auch als Blue Motley bezeichnet.


  • Sunkissed (Hypomelanistic Typ B):

Neben der hypomelanistischen Wirkung hat Sunkissed auch einen Einfluss auf die Zeichnung. Speziell die Kopfzeichnung wird dabei stark verändert. Deshalb ist dieses Gen sowohl den Farb- als auch den Zeichnungsmutationen zuzuordnen.


Zeichnungsmutationen

  • Bloodred/Diffused:

Dieses Gen gehört zu den beliebtesten. Es bewirkt eine Auflösung der Zeichnung an den Flanken und sorgt im Optimalfall für eine nahezu einfarbige Schlange. Der Begriff Bloodred ist eigentlich für eine tiefrote Auswahlzucht der Wildfarbe reserviert, hat sich im Laufe der Zeit aber als Betitelung des zugrundeliegenden Gens entwickelt. Der Bauch ist zeichnungslos und färbt sich im Laufe der Zeit vom Rand her ein (sog. Creeping). Jungtiere schlüpfen sehr kontraststark und sehen teilweise wie Wildfarbene aus. Die Umfärbung dauert 3-5 Jahre.


  • Pied Sided/Pied Blotched

Pied Sided trat erstmals bei Bloodred Tieren auf und bewirkt eine teilweise Farblosigkeit an den Flanken. Dadurch haben die Tiere mehr oder weniger große, weiße Flecken. Desweiteren sind Pied Bloodreds oft besonders intensiv rote Tiere mit sehr stark aufgelöster Seitenzeichnung was zu einem kontraststarken Gesamtbild führt. Besonderheit: Scheinbar sind Bloodred und Pied aneinander gekoppelt, da bislang keine Pieds bekannt sind, die nicht hom. Bloodred sind.


  • Motley:

Bei einer Motley verwachsen die Sattelflecken an ihren Enden miteinander und bilden so ein mehr oder weniger vollständiges Band, welches von Punkten in der Farbe des Untergrundes unterbrochen wird. Der Bauch ist reinweiß mit einem klar abgegrenzten Übergang. Besonderheit: Motley liegt auf demselben Genplatz wie Striped.


  • Striped:

Die Sattelflecken sind zu zwei breiten Rückenstreifen verschmolzen. An der Seite sind zwei dünnere Streifen zu sehen. Auch hier ist der Bauch reinweiß mit einem klar abgegrenzten Übergang. Besonderheit: Striped liegt auf demselben Genplatz wir Motley.


  • Motley-X-Striped:

Diese Tiere tragen ein Allel Motley und ein Allel Striped. Durch die Dominanz vom Motley gegenüber Striped sehen diese Tiere optisch aus wie Motleys. Eine sichere Unterscheidung von diesen ist sehr schwer bis unmöglich.


  • Tessera:

Diese neue Mutation hat eine Besonderheit. Im Gegensatz zu allen anderen Mutationen vererbt diese sich dominant. Die Zeichnung wird zu einem streifigen Muster verzerrt, welches an die Zeichnung einer Strumpfbandnatter (Thamnophis) erinnert. Die Bauchzeichnung ist unregelmäßig - mal weiß, mal gemustert


  • Terrazzo/Original Granite:

Diese Zeichnungsmutation stammt von den Inselpopulationen der ehemaligen Unterart rosacea. Die Zeichnung verschwindet in einem teils streifigen Muster mit gesprenkelten Flanken. Da diese Optik an die Struktur eines Granitfelsens erinnert bekamen sie diesen Namen. Später wurde die Bezeichnung für eine andere Variante entfremdet, so dass sie neu benannt wurden. Der Bauch ist reinweiß.

Die geläufigsten Kombinationen

Zweifach homozygote Varianten

  • Snow (Amelanistic + Anerythristic)

Die Snow war mit eine der ersten Kombinationen die durch gezielte Zucht entstanden ist. Da diesen Tieren sowohl der schwarze als auch der rote Farbstoff fehlt, sind sie nahezu völlig weiß. An den Flanken bildet sich mit zunehmendem Alter zumeist die übliche Gelbfärbung aus. Die Zeichnung setzt sich bei Jungtieren duetlich rosa vom Weiß der Grundfarbe ab und ist auch bei adulten Tieren noch abgeschwächt erkennbar. Snows sind sehr variabel und so sind neben weiß/grauen Exemplaren auch rosane, gelbliche oder sogar grüne Farbeinschläge bekannt.


  • Blizzard (Amelanistic + Charcoal)

Die zweite weiße Variante ist die Blizzard. Da diese mit Charcoal anstatt Anerythristic gezogen wurde, sind diese Tiere später wirklich reinweiß. Da durch Charcoal auch die Bildung von Gelbtönen nahezu vollständig unterdrückt wird, ist bei diesen Tieren nur im Jungtierstadium eine schwache Zeichnung erkennbar. Es sind aber auch Exemplare bekannt, die mit zunehmendem Alter zitronengelbe Umrandungen der Satteflecken ausgebildet haben.


  • Butter (Amelanistic + Caramel)

Bei der Butter fehlt der schwarze Farbton, so dass die leuchtend gelben Farben der Caramel nun wesentlich deutlicher zutage treten. Die Grundfarbe variiert von weißgelb bis goldgelb und die Sattelflecken können von intensivem Gelb bis zu dunklem Ockergelb gefärbt sein. Als Jungtier sind Butter eher blass, die Farbe entwickelt sich im Laufe der Zeit.


  • Opal (Amelanistic + Lavender)

Die zu Beginn der Snow ähnelnde Opal bildet rosane bis orange Töne aus. Leider verblassen diese Farben meist wieder und sind bei den Adulti nur noch geringfügig bis gar nciht vorhanden. Da Lavender auch Gelb zu unterdrücken scheint, fehlen auch den Opal die gelben Flanken wie sie zB eine Snow hat. Besonderheit: Vorsicht ist geboten beim Kauf eines Jungtieres aus unsicherer Quelle. Es hat sich stellenweise eingebürgert die Tiere ungeachtet des genetischen Hintergrundes rein nach Optik zu bezeichnen und so werden oftmals ein wenig rosanere Snow als Opal verkauft.


  • Mandarin (Amelanistic + Kastanie)

Als Schlüpflinge sehen sie wie Snow aus, jedoch bilden sich relativ schnell starke orange Farben aus.


  • Ghost (Hypomelanistic + Anerythristic)


in Arbeit - Gedankenstütze Snow, Opal, Butter, Fire, Granite, Amber, Ghost, Hypolavender, Sulfur, Avalanche, Blizzard, Phantom, Pewter

Auswahl- und Linienzuchten

in Arbeit - Gedankenstütze Silverqueen, Fuo, RevOk, High White, Sunglow, Pastel, Varianzen von Motley und Striped, Bloodred


Hybriden

in Arbeit - Gedankenstütze Creamsicle, Frosted, Rootbear, Harvest, Jungle, Supercorn


Alphabetische Auflistung mit Bildern

A

Amelanistic

juvenil adult Detail

Amelanistic Striped

juvenil adult Detail

Amelanistic Motley

juvenil adult Detail



Amber Bloodred (Hypomelanistic + Caramel + Diffused)

juvenil adult Detail



Anerythristic (Typ A)

juvenil adult Detail
Anerythristic (Typ A)
Anerythristic (Typ A)

B

Bloodred (Diffused + Auswahlzucht)

juvenil adult Detail

C

CandyCane (Amelanistic + Auswahlzucht)







G

Ghost (Hypomelanistic + Anerythristic)

juvenil adult Detail

O

Opal (Amelanistic + Lavender)

juvenil adult Detail

S

Snow (Amelanistic + Anerythristic)

juvenil adult Detail


T

Terrazzo

juvenil adult Detail

W

Wildfarben

juvenil adult Detail
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