Morelia viridis

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Inhaltsverzeichnis

Deutscher Name

Grüner Baumpython

Allgemeines

Morelia viridis

juveniler Baumpython
juveniler Baumpython
Deutscher Name Grüner Baumpython
WA-Schutzstatus II
Familie
Unterfamilie
Gattung Morelia
Art Morelia viridis
Unterart -
Erstbeschreibung Schlegel 1872


WA-Schutzstatus

WA II

Taxonomie

Synonymie:

  • Python viridis Schlegel 1872
  • Chondropython azureus Meyer 1874
  • Chondropython pulcher Sauvage 1878
  • Chondropython viridis Boulenger 1893
  • Morelia viridis Kluge 1993
  • Chondropython viridis Cogger 2000
  • Morelia viridis Kivit & Wiseman 2000
  • Morelia viridis Rawlings et al. 2003


Obwohl schon seit 1993 in die Gattung Morelia eingruppiert[1], sprechen viele Terrarianer immernoch von Chondropython.

Auf Basis von molekulargenetischen Untersuchungen[2] wurde festgestellt, dass sich unter dieser Art mehrere Arten vereinen, die jedoch morphologisch nicht oder nur schwer zu unterscheiden sind. Da die Terra typica auf der Insel Aru ist, wäre nach diesen Untersuchungen der Name Morelia viridis nur für die australische Population, sowie für die Populationen, die südlich der Bergkette Neuguineas vorkommen richtig. Die Art nördlich der Bergkette, die die Verbreitungsgebiete Jayapura, Manokwari, Sorong, die Insel Biak und Fak Fak umfasst, ist bisher unbeschrieben!

Lokalformen

  • Sorong:
  • Manokwari:
  • Yapen:
  • Biak:
  • Jayapura:
  • Merauke:
  • Aru:

Beschreibung

Farbvarianten

  • Albino Chondro
  • Calico
  • Canary Chondro
  • High Blue
  • High Contrast
  • High White
  • High Yellow
  • High Yellow Blue Line
  • Key Lime
  • Mite Phase
  • Mustard
  • Paradox

Vorkommen und Verbreitung

Morelia viridis lebt in den Regenwäldern der Insel Neuguinea und einigen vorgelagerten Inseln (z.B. Biak, Yapen, Aru, welches auch die terra typica ist). Auf Neuguinea findet man verschiedene Verbreitungsgebiete in Papua-Neuguinea, Papua(z.B. Jayapura, Weam) und West Papua (Vogelkopf-Halbinsel)(z.B. Manokwari, Sorong, inkl. der Insel Salawati). Eine weitere Population gibt es im Norden Australiens auf der Cape York-Halbinsel.

Lebensraum und Lebensweise

Haltung

Terrarientyp und -größe

Morelia viridis benötigt unbedingt ein Regenwaldterrarium.
Für ein ausgewachsenes Tier wird eine Terrariengröße von 120*60*60 cm [3] empfohlen. Das Terrarium kann natürlich auch größer sein, aber wird es mit zunehmender Größe auch schwerer die benötigte relative Luftfeuchtigkeit, sowie Temperatur zu erreichen. Möchte man es dennoch vergrößern, oder mehrere Tiere in einem Terrarium halten wollen, dann sollte man es lieber länger und tiefer bauen, anstatt höher, da sich die Tiere bevorzugt in der Horizontalen und nicht in der Vertikalen bewegen. Für Jungtiere empfiehlt es sich kleinere Terrarien zu verwenden, da sie in diesen oftmals besser ans Futter gehen.

Terrarieneinrichtung

Einrichtung:

In das Terrarium gehören horizontale Liegeäste in verschiedenen Höhen und in unterschiedlichen Temperaturbereichen. Es bieten sich Äste mit rauen Oberfläche an, da diese den Tieren mehr Halt geben. Die Äste sollten nicht zu dünn sein und etwa dem Durchmesser der Schlange entsprechen. Eine Wasserschale darf ebenfalls nicht fehlen und sollte regelmäßig gereinigt, sowie mit frischem Wasser gefüllt werden.


Dekoration:

Zur Dekoration kann man sowohl echte Pflanzen, wie auch künstliche Pflanzen verwenden. Pflanzen die vor Ästen hängen werden geraden von jüngeren Tieren gerne als Versteckmöglichkeit angenommen. Echte Pflanzen haben zu dem einen positiven Effekt auf die relative Luftfeuchtigkeit im Terrarium. Spieglein, Leitern, Totenköpfe und ähnliches haben im Terrarium nichts verloren.


Bodengrund:

Als Bodengrund kann man unterschiedlichste Materialien verwenden(Rindenmulch, Zeitungspapier, etc.). Dabei ist wichtig, dass man einen Bodengrund wählt, der das Sprühwasser gut aufnimmt und langsam bis zum nächsten Sprühen abtrocknet.

Klimatische Bedingungen

Beleuchtungsdauer

Das Terrarium wird ganzjährig zwölf Stunden am Tag beleuchtet. Die Beleuchtungsdauer braucht zur Paarungsstimulation nicht verändert werden.

Häutung

Nahrung

Verhalten

Besonderheiten

Zucht

Paarungszeit

Vorbereitungen zur Paarung

Paarung

Trächtigkeit

Inkubation

Schlupf/Geburt

Aufzucht der Jungtiere

Umfärbung

Quellen

  1. Kluge, A. G. (1993). Aspidites and the Phylogeny of Pythoninae Snakes. Records of the Australian Museum, Supplement 19, 1-77.
  2. Rawlings, L. H., Donnellan, S. C., 2003. Phylogeographic analysis of the green python, Morelia viridis, reveals cryptic diversity. Molecular Phylogenetics and Evolution. 27, 36-44. http://www.kingsnake.com/aho/pdf/menu2/rawlings2003.pdf
  3. Maxwell, G. 2005. The more complete chondro. Eco Publishing.


Weiterführende Literatur

adulter Baumpython

Bücher:

  • Barker, D.G. & T.M. 1994. Pythons of the World, vol. 1, Australia. Advanced Vivarium Systems inc.
  • Kivit, R. & Wiseman, S., 2005. Grüner Baumpython und Grüne Hundskopfboa - Pflege Zucht und Lebensweise. Kirschner und Seufer Verlag Keltern-Weiler. 174 Seiten
  • Maxwell, G. 2005. The more complete chondro. Eco Publishing.
  • Ross, R. A. & Marzec, G., 1994, Riesenschlangen Zucht und Pflege. Bede Verlag, Ruhmannsfelden
  • Switak, K.H. 2006. Adventures in Green Python Country. Natur und Tier-Verlag, Münster


Artikel:

Fasler, K.-H., 1984, Durch Nachzucht erhalten: Der Grüne Baumpython. Aquarien Magazin, 18, Seiten 591-594.

Hortenbach, H. & Hortenbach, G., 1995, Nachzucht von Morelia (Chondropython) viridis, Elaphe, 3(2), Seiten 10 -14.

Hyatt, A. D., et al., 2002. First identification of a ranavirus from green pythons (Chondropython viridis). J Wildl Dis. 38, 239-52.

Johnson, C. R., 1977. Thermoregulation in Pythons .4. Thermoregulation in Papuan New Guinean Pythons within Genera Python, Liasis and Chondropython. Zoological Journal of the Linnean Society. 60, 189-195.

Kirschner, A. & Abend, H., 2001, Anmerkungen zum Grünen Baumpython Morelia viridis (SCHLEGEL, 1872) - populationsbedingte Varianten, Pflege und Nachzucht, Draco Nr. 5, Jahrgang 2, Seiten 32 - 39.

Kivit, R., 1992, Expieriences of Keeping and Breeding the Green Tree Python., Reptilian, 1(6), Seiten 17 -21.

Kratzer, H., 1962, Überraschende Nachzucht von Chondropython viridis, DATZ 15, Seiten 117-119.

McDowell, S. B., 1975. A Catalogue of the Snakes of New Guinea and the Solomons, with Special Reference to Those in the Bernice P. Bishop Museum. Part II. Anilioidea and Pythoninae. Journal of Herpetology. 9, 1-79.

Rawlings, L. H., Donnellan, S. C., 2003. Phylogeographic analysis of the green python, Morelia viridis, reveals cryptic diversity. Molecular Phylogenetics and Evolution. 27, 36-44.

Richter, U., 1981, Künstlich erbrütet: Baumpythons., Aquarien Magazin, 15(10), Seiten 677 -679.

Riel, C. A. P. van, 1987, Zucht von Chondropython viridis (SCHLEGEL, 1872) im Terrarium., Herpetofauna 4(18), seiten 31-33.

Schröder, H., 1982, Ein ergänzender Nachweis zum Vorkommen von Chondropython viridis (Reptilia: Serpentes: Boidae)., Salamandra 18(3/4), Seiten 359-360.

Schwaner, T. D., Dessauer, H. C., 1981. Immunodiffusion Evidence for the Relationships of Papuan Boids. Journal of Herpetology. 15, 250-253.

Switak, K. H., 1996, Die Lebensgewohnheiten des Grünen Baumpythons, TI Magazin Nr.129, seiten 48 - 51

Switak, K. H., 1998, Der Grüne Baumpython, Chondropython viridis, DATZ Nr. 5 1998, Seiten 318 - 324

Vergner, I,. 1985, Zur Nachzucht seltener Riesenschlangen - Chondropython viridis, Elaphe Sonderheft Referate der III. Zentralen Tagung des ZFA Terraristik am 23. und 24. November 1985 in Karl-Marx-Stadt, Seiten 90-93

Vergner, I., 1994, Nachzucht des Baumpythons, DATZ Nr. 11 1994, Seiten 726-728

Wilson, D. 2007. The snake of many colours.

Wilson, D., Heinsohn, R., 2007. Geographic range, population structure and conservation status of the green python (Morelia viridis), a popular snake in the captive pet trade. Australian Journal of Zoology. 55, 147-154.

Wilson, D., et al., 2007. The adaptive significance of ontogenetic colour change in a tropical python. Biology Letters. 3, 40-43.

Wilson, D., et al., 2006. Age- and sex-related differences in the spatial ecology of a dichromatic tropical python (Morelia viridis). Austral Ecology. 31, 577-587.

Wilson, D., et al., 2006. Life-history traits and ontogenetic colour change in an arboreal tropical python, Morelia viridis. J. Zool. 270, 399-407.

Weblinks

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