Morelia nauta
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Inhaltsverzeichnis |
Allgemeines
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Morelia nauta | |
| Deutscher Name | Tanimbarpython, brauner Baumpython |
| WA-Schutzstatus | II |
| Familie | Booidae |
| Unterfamilie | Pythonidae |
| Gattung | Morelia |
| Art | Morelia nauta |
| Unterart | keine |
| Erstbeschreibung | Harvey, Barker, Ammerman & Chippindale 2000 |
Bis zu seiner Beschreibung als Morelia nauta im Jahre 2000 [1] wurde dieser Python als kleinere Inselform des Amethystpythons angesehen und trotz erheblicher morphologischer Unterschiede nicht weiter beachtet.
WA-Schutzstatus
Unterarten
keine
Beschreibung
Dieser kleine Python wird rund 2 m lang bei einem Gewicht um die 2 kg. Insofern stellt er die kleinste Variante aus dem "Amethystpython"-Komplex dar. Dennoch hat er die für diesen Komplex charakteristischen großen Kopfschuppen und recht lange Zähne. Vom Verhalten her ist er nicht ganz so nervös wie seine großen Verwandten, dennoch ist er sehr wachsam.
Farbvarianten
Morelia nauta gibt es in zwei Farbformen, da ist einmal die silberne (axantische) und die goldene (xantische) Form. In beiden Varianten gibt es gemusterte (patterned) und musterungslose (patternless) Tiere.
Vorkommen und Verbreitung
Der Tanimbarpython kommt ausschließlich auf den Tanimbar-Inseln vor, die in der Arufarasee zwischen Timor und Neuguinea liegen. Diese Inseln gehören zum Molukken-Archipel auf dessen Inseln auch der Amethystpython (Morelia amethistina) vorkommt, mit denen der Tanimbarpython eng verwand ist.
Lebensraum und Lebensweise
Morelia nauta lebt vorwiegend aboreal, was ihm auch den Namen "brauner Baumpython" einbrachte.
Haltung
Terrarientyp und -größe
Das Regenwaldterrarium sollte den Bedürfnissen einer aborealen Art angepasst sein. Es sollte allerdings nicht nur hoch sein, sondern auch genug Grundfläche bieten, da sich dieser Python auch häufiger auf dem Boden aufhält. Eine entsprechende Tiefe (mindestens 70cm) kommt dem Schutzbedürfnis der Schlangen sehr entgegen. Da die Tiere mitunter sehr angriffslustig sind, kann man ihnen in einem tieferen Becken besser aus dem Wege gehen.
Terrarieneinrichtung
Wichtig sind für den Tanimbarpython viele Kletteräste, auch horizontal angebrachte. Dabei bevorzugen die Tiere eher sehr Dicke Äste und vor allem Astgabeln. Das ist einer der Unterschiede zum Grünen Baumpython, der sich überwigend aufgewickelt auf einem Ast aufhält. Wichtig sind auch noch ein oder besser zwei Unterschlupfmöglichkeiten, in denen der Tanimbarpython den Großteil des Tages verbringt. Am besten eignen sich Korkröhren mit entsprechendem Durchmesser, die nur zu bestimmten Zeiten (wie z.B. nach dem sprühen) verlassen werden.
Klimatische Bedingungen
Tagsüber sollte im Terrarium eine Grundtemperatur (Luft) von 28°C herrschen und eine Luftfeuchtigkeit um die 80%. Lokal kann die Temperatur bis 33°C sein. Nachts ist eine Abkühlung bis auf etwa 20°C möglich.
Beleuchtungsdauer
Das ganze Jahr über 12 Stunden.
Häutung
Gerade bei Tieren ohne Zeichnung kann es vorkommen, dass man die beginnende Häutungsphase übersieht. Man wundert sich dann, dass bei Fressen die Haut aufplatzt und sich das Tier erstmal häutet. Aufgrund der recht hohen Luftfeuchtigkeit im Terrarium sollte es mit der Häutung keine Schwierigkeiten geben!
Nahrung
Mäuse, Ratten sowie Eintagsküken werden gerne genommen. Interessant ist bei Morelia nauta, dass er das typische Verhalten seiner großen Verwandten, den Amethystpythons, erhalten hat. Die geschlagene Beute wird über einige Zeit kräftigst gedrückt, und erst nach vielen Minuten losgelassen.
Verhalten
Dieser kleine Python ähnelt in seinem Verhalten eher seinen großen Geschwistern, den Amethystpythons. Spätestens an den langen Zähnen kann man das feststellen. Allerdings gibt es auch sehr ruhige Tiere. Wie bereits erwähnt lebt der Tanimbarpython fast ausschließlich aboreal. Interessant ist, dass er bei Gefahr, also z.B. wenn man versucht ihn aus dem Terrarium zu nehmen, ein sehr übelriechendes Sekret aus der Kloake absondert, was derart widerlich riecht, dass man damit nur einmal Bekanntschaft machen will! Das Zeug setzt sich übrigens in Jeans ganz gut fest!
Besonderheiten
Zucht
Paarungszeit
in Europa: November bis Februar.
Vorbereitungen zur Paarung
Paarung
Schlupf/Geburt
Quellen
- ↑ Harvey, M. B., Barker, D. G., Ammerman, L. K. & Chippindale, P. T. (2000). Systematics of Pythons of the Morelia amethistina Complex (Serpentes: Boidae) with the Description of Three New Species. Herpetological Monographs, 14, 139-185.
Weiterführende Literatur
Weblinks
