Morelia harrisoni

Aus Schlangengrube-Wiki

Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel ist noch unvollständig oder enthält noch Unklarheiten. Wenn der Artikel vervollständigt wurde oder die Unklarheiten beseitigt wurden, kann dieser Baustein entfernt werden. Hilf mit und verbessere den Artikel! Weitere Hinweise und Informationen auf der Diskussionsseite.

Inhaltsverzeichnis

Deutscher Name

Neuguinea Teppichpython;
Papua-Neuguinea Teppichpython oder früher Irian Jaya Teppichpython (siehe dazu auf Vorkommen und Verbreitung)

Allgemeines

Morelia harrisoni

Morelia harrisoni
Morelia harrisoni
Deutscher Name Rautenpython
WA-Schutzstatus II
Familie Morelia spilota
Unterfamilie -
Gattung -
Art -
Unterart keine
Erstbeschreibung -


Eine sehr kleine und extrem schöne Moreliaart ist die Morelia harrisoni ("Irian Jaya"), zu deutsch Neu Guinea Rautenpython oder Irian Jaya Rautenpython. Mit einer Durchschnittsgröße von 100-160 cm wird diese Art immer beliebter, auch ein Grund sicherlich die unproblematische Haltung und Zucht.

Synonymie:

WA-Schutzstatus

WA-Schutzstatus II

Beschreibung

Farbvarianten

Vorkommen und Verbreitung

Diese Art kommt in Papua-Neuguinea in der Zentralprovinz rund um Port Moresby/Sogeri vor, wo sie recht häufig anzutreffen ist. Ebenso in der südlichen Western Provinz, in der trans-Fly Fluß Region (Oriomo Plateau), wo sich ihr Verbreitungsgebiet bis in den indonesischen Teil Neuguineas in die Merauke Provinz erstreckt[2]. Die Terra typica ist übrigens Port Moresby, Zentralprovinz Papua-Neuguinea [1] (also nicht "Irian Jaya", was heute Papua heißt!). Insofern ist die Bezeichnung "Irian Jaya Teppichpython falsch!

K.-H. Switak (2006) berichtet ferner über das vorkommen von Tepppichpythons auf New Britain Island. Ein 8 Foot (ca. 2,40m) grosses männliches Eexemplar wurde überfahren auf einer Strasse nahe Rabaul gefunden. Ob es sich bei dem gefundenen Exemplar um eine Morelia harrisoni handelt, oder ob es sich bei der Population auf New England um eine eigene, noch unbeschriebene Art handelt geht leider nicht aus dem Bericht Switaks hervor.

Lebensraum und Lebensweise

Der südliche Teil Neuguineas gilt als eher trocken im Vergleich zum Norden. Morelia harrisoni ist in seinem Verbreitungsgebiet eher in Waldsavannen am Rande des Regenwalds zu finden.

Haltung

Terrarientyp und -größe

Die Tiere wurden in ein Terrarium der Größe 130 x 60 x 80 cm (LxTxH) untergebracht, das neue Terrarium für 3 Tiere ist 140 x 70 x 200 cm.

Terrarieneinrichtung

Als Einrichtung dient eine Korkröhre und 2 umgedrehte Blumentöpfe mit vergrößertem Einschlupf als Verstecke, mehrer stabiler Äste als Klettermöglichkeit und Häutungshilfe sowie 3 lebende Pflanzen und ein Trinkwasserbecken. Der Bodengrund besteht aus Pinienborke.


Klimatische Bedingungen

Die Temperatur beträgt am Tag je nach Jahreszeit 26-32 Grad und wird Nachts auf 22-25 Grad abgesenkt. Beleuchtet wird mit einer Leuchtstoffröhre - ideal ist ein zusätzlicher Strahler der direkt auf den Lieblingsplatz der Pfleglinge gerichtet wird. Die Luftfeuchte ist ein zu vernachlässigender Faktor, ich sprühe täglich, vor allem die Pflanzen werden besprüht da die Tiere gerne in der Nacht von den Pflanzen das Wasser aufnehmen, ein direktes Ansprühen der Tiere ist zu unterlassen da sie sonst sofort verschwinden und eher geschockt reagieren. Um einen Wert anzugeben, am Tag beträgt die LF 50-55% am Abend 60-80%.


Beleuchtungsdauer

Winterruhe

Häutung

Nahrung

"Irian Jayas" sind problemlose Fresser, die eigentlich jedes Futtertier fressen, bevorzugt werden kleine Ratten oder auch hier und da eine Rennmaus, Mäuse und Vielzitzen werden aber auch sehr gerne gefressen. Schlüpflinge dieser Art gehen nach meiner Erfahrung problemlos ans Futter, wobei manche Tiere winzige Springer bevorzugen, andere Babymäuse (die allerdings nur bei den ersten Fütterungen) und alle meine Schlüpflinge lehnen Vielzitzenspringer komplett ab. Da ich meine Jungtiere sehr langsam groß ziehe füttere ich Anfangs alle 8-14 Tage und erhöhe die Abstände ab dem 2. "Fressmonat"! Gesprüht werden sollte bei den Kleinen mind. jeden 2. Tag.

Verhalten

Das Jungtiere dieser Art in irgendeiner Weise aggressiv wären kann ich nicht bestätigen, ganz im Gegenteil sind diese Tiere ab dem Schlupftag eher ängstlich als angriffslustig. Selbst nach und bei der Geschlechtsbestimmung suchen sie eher die Flucht als zuzubeißen. Da diese Pythons sehr variabel in der Farbe sind, von knallorange über grün/braun, gelb, grau/braun usw. zum Teil auch die Farbe mehrmals im Wachstum komplett ändern ist es schwer diese Tiere zu beschreiben.


Besonderheiten

Der "Irian Jaya" Rautenpython ist eine der unproblematischen Schlangen die ich halte, die bei guten Haltungsbedingungen viel Freude macht und leicht nachzuzüchten ist, auch der relativ günstige Preis ist ein Argument sich mit dieser Art näher zu beschäftigen – für mich ist und bleibt diese Art eine der schönsten Morelias überhaupt!!!

Zucht

Tiere dieser Art werden mit ca. 3-4 Jahren geschlechtsreif, je nach dem ob „gepowert „wurde oder nicht.

Paarungszeit

Ab November haben alle Tiere das Fressen eingestellt und erst im März haben beide Böcke wieder gefressen. Nachdem die Tiere schon Monate problemlos mit einander lebten, kam es im Dezember zu üblen Komentkämpfen und der kleine Bock musste ausziehen. Bei dieser Art rate ich daher von der Vergesellschaftung von mehreren Böcken komplett ab. Knapp 3 Monate später legte das kleine Weibchen 4 Eier. Dezember 2002 legte dann das große Weibchen 12 Eier und das kleine Weibchen legte im Februar 2003 erneut 10 Eier. Eine Stimulation ist bei meinen "Irian Jayas" nicht nötig, eher eine Kontrolle der Weibchen ob sie trächtig sind. So konnte ich weitere Paarungsaktivitäten am 2. Juli 2003 in der Nacht beobachten und am 3. Juli - aus diesem Grund, auch weil das größere Weibchen schon im Dezember legte und jetzt schon wieder bereit zu sein scheint, glaube ich nicht an eine Jahreszeit bedingte Paarungszeit bei diesen Tieren. Ob in ca. 2 Monaten eine Eiablage erfolgt bleibt zu beobachten.

Vorbereitungen zur Paarung

Paarung

Inkubation

Inkubiert wird bei mir mit sanften 29° (+-0.5° Schwankung) auf beinahe trockenem Perlite bei einer Luftfeuchtigkeit von 85-100% - nach 65 bis 70 Tagen schlüpfen dann die kleinen Rautenpythons. Jeder Wert zwischen 28° und 31° ist OK zur Inkubation.

Schlupf/Geburt

Quellen

Der ursprüngliche Artikel stammt aus der Artikelsammlung der Schlangengrube und wurde von "Zaza" geschrieben.
"domino" hat das Vorkommen korregiert, sowie die Taxonomie angepasst und Quellen hinzugefügt.

  1. 1,0 1,1 Hoser, R. 2000. A revision of the Australasian Pythons. Ophidia Review 1:7–27.
  2. O'Shea, M. 1996. Snakes of Papua New Guinea. Independent Publishing, Port Moresby, Papua New Guinea.

Switak, K.H. 2006. Adventures in Green Python Country. Natur und Tier-Verlag, Münster

Weiterführende Literatur

Switak, K.H. 2006. Adventures in Green Python Country. Natur und Tier-Verlag, Münster

Weblinks

Persönliche Werkzeuge