Lampropeltis

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Lampropeltis Königsnattern

Inhaltsverzeichnis

Arten

Beschreibung
Beschreibung

Haltung

Terrarium und Einrichtung

Die Grundbedingungen ergeben sich aus dem Abschnitt Terrarium.

Bodengrund

Speziell Sand sollte nur bei Königsnattern verwendet werden, wenn dieser auch im natürlichen Lebensraum vorkommt. Lampropeltis getula californiae ( Kalifornische Königsnatter) kann z.B. auf Sand gehalten werden. Bei anderen Königsnattern, die im natürlich Habitat nicht auf solches Substrat stoßen, ist davon abzuraten, da der Sand unter die Schuppen geraten kann und somit zu Entzündungen bzw. Abrieb führt. Die Höhe des Bodengrunds sollte auch beachtet werden, da viele Königsnattern gerne wühlen und graben.

Kletteräste

Da viele Königsnattern gerne klettern, sollten Kletteräste im Terrarium nicht fehlen. Die Äste kann man sich im Wald besorgen oder aus dem Terraristik-/Zoogeschäft. Korkäste sind hier noch einmal hervorzuheben, da diese recht günstig sind, in vielen verschiedenen Größen und Formen angeboten werden und sie unter Feuchtigkeit nicht anfangen zu schimmeln. Außerdem sehen sie recht natürlich aus, weshalb ich in meinen Terrarien zum Großteil auf diese Äste zurück greife. Durch ihre raue Oberfläche bieten sie bei der Häutung Hilfe. Ebenfalls sollten Möglichkeiten zum Klettern und Graben im Terrarium vorhanden sein.

Pflanzen

Da Königsnattern nicht allzu schwer sind, halten echte Pflanzen dem Terrarienalltag zum größten Teil stand. Bei der Pflanzenauswahl sollte bedacht werden, mit welcher Beleuchtung man das Terrarium beleuchten möchte. Einige empfindlichere Pflanzen gehen bei nicht ausreichender Beleuchtung ein. Hier würden sich robustere Arten bzw. halbschattige Gewächse empfehlen. Wenn das Terrarium mit HQI Leuchtmittteln beleuchtet wird, kann man so gut wie alle Pflanzen verwenden.

Klimatische Bedingungen

Temperaturen

Wichtig ist, dass das Tier im Terrarium einen Temperaturgradienten von ca. 22°C- 32°C vorfindet. Es sollten Verstecke im warmen sowie im kühlen Bereich vorhanden sein. Da bei Königsnattern die nächtlichen Temperaturen bis auf Zimmertemperatur abfallen dürfen, kann man durch geschickte Wahl der Technik auf Thermostate verzichten. Es muss sichergestellt werden, dass die Temperatur im Terrarium nachts nicht deutlich unter 20°C fällt.

Beleuchtung

Da Königsnattern dämmerungs- und nachtaktiv sind brauch die Beleuchtung des Terrariums nicht zu üppig ausfallen. Die Tiere kommen ohne Probleme mit dem einfallenden Tageslicht zurecht. Wichtig ist, dass für die Tiere ein Unterschied zwischen Tag und Nacht wahrnehmbar ist. Der Beleuchtung im Terrarium sind keine Grenzen gesetzt.

Paarweise Haltung

Einige Königsnattern neigen zu Kannibalismus. Von einer paarweisen Haltung ist deshalb abzusehen. Stark ophiophag veranlagt sind z.B. Lampropeltis getulus californiae oder Lampropeltis mexicana mexicana.

Nahrung

Zur Nahrung einer Königsnatter zählen Reptilien, Nager, Vögel oder Amphibien. Um eine Königsnatter erfolgreich zu ernähren reicht es aus, wenn man auf Nager zurück greift. Nager bzw. Mäuse oder Ratten kann man lebend oder gefroren kaufen. Eine Ernährung mit Frostfutter ist jedoch bequemer und deshalb wird in den meisten Fällen auf Frostfutter zurück gegriffen. Frostfutter und Lebendfutter wird im Fachbedarf in mehreren Größen angeboten. Es gibt folgende Größen:

  • Baby
  • Pinky
  • Specky
  • Springer
  • Adult

Da viele Königsnattern nicht allzu groß werden, wird gewöhnlich mit Mäusen gefüttert. Die Futtergröße richtet sich nicht nach dem Alter der Schlange, sondern nach der Größe. Die Futtertiergröße kann man am einfachsten daran festmachen, indem man die dickste Stelle der Schlange ungefähr abschätzt. Das angebotene Futtertier sollte das 1,5 fache dieser Stelle nicht überschreiten. Jungschlangen kann man alle 5-7 Tage füttern. Bei adulten Tieren streckt sich das auf 8-10 Tage. In einigen Fachgeschäften wird empfohlen das Tier manchmal mit Vitaminen aufzuspritzen. Davon ist abzuraten, da Schlangen Vitamine nicht abbauen können und zuviel Vitamine zur Schädigung des Tieres führen kann. Wenn man der Meinunng ist, das im Frostfutter nicht genug Vitamine vorhanden sind, dann kann man bei jeder 4-5 Fütterung ein lebendes Futtertier anbieten. Es gibt Terrarianer, die ausschließlich mit Frostfutter füttern und noch nie Probleme im Bezug auf Vitaminmangel hatten.

Häutung

Da Schlangen ihr ganzes Leben wachsen wechseln sie dementsprechend häufig das Natternhemd. Die Häutung tritt bei Jungschlangen relativ häufig auf, bei adulten Tieren reduziert sich dies auf wenige Male pro Jahr. Eine Häutung gibt ein wenig Aufschluß über die Haltungsparameter. Ist die Haut vollständig scheinen die Haltungsparameter zu stimmen und die Schlange fühlt sich wohl. Treten bei der Häutung Schwierigkeiten auf und die Haut wird nur fetzenweise abgestreift kann dies ein Indiz sein, dass irgendetwas nicht stimmt. Wenn eine fetzenweise Häutung einmalig auftritt braucht man sich keine Gedanken machen, sollte dies aber die Regel sein, müssen die Haltungsparameter nochmal überprüft werden. Eine bevorstehende Häutung erkennt man daran, dass sich die Schlange allmählich beginnt gräulich zu verfärben. Am besten kann man dies an den Augen sehen, die dann richtig milchig aussehen. In dieser Zeit wird unter der Haut eine Flüssigkeit produziert, die auch dabei hilft die alte Haut vom Körper zu trennen. Die Schlange investiert in der Zeit der Häutung ein Großteil ihrer Energie. Deshalb sollte sie in dieser Zeit nicht gefüttert werden. Die verschlungene Beute würde in dieser Zeit einen zusätzlichen Energiebedarf fordern, der zu unnötigem Stress der Schlange führt. Ebenfalls sollte das Tier in dieser Zeit nicht gestört werden und die Eingriffe sollte sich auf ein Minimum beschränken. Um bei der bevorstehenden Häutung zusätzlich zu Helfen kann es von Vorteil sein, wenn das Terrarium einmal am Tag mit lauwarmen Wasser durchgesprüht wird. Die Luftfeuchtigkeit wird dadurch gesteigert und die Häutung kann so leichter ablaufen. Kurz bevor sich das Tier häutet wird es noch einmal klar. In der Regel wird sich das Tier in den folgenden 48 Stunden häuten. Insgesamt dauert eine Häutung ca. 7-14 Tage.

Überwinterung

Damit sich die Königsnatter einmal im Jahr erholen kann wird eine Überwinterung durchgeführt. In dieser Zeit werden die Temperaturen deutlich herunter gefahren. Der Körper verringert dabei seine Tätigkeiten auf ein Minimum. Die Verdauung kommt z.B. komplett zum erliegen. Um eine Überwinterung erfolgreich durchzuführen wird der Tageszyklus im Terrarium langsam verringert. Vier Wochen vor der Überwinterung darf keine weitere Fütterung mehr stattfinden, damit das Tier die Überwinterung unbeschadet übersteht. Wenn sich noch unverdautes Futter in der Schlange befindet kann dies während der Überwinterung, durch Fäulnis zum Tod des Tieres führen. In den nächsten vier Wochen verdaut die Schlange ihre Beute komplett, so dass der Darm vollständig entleert werden kann. In dieser Zeit wird die Beleuchtung im Terrarium langsam reduziert. Die Beleuchtung kann pro Woche um zwei Stunden reduziert werden, indem morgens und abends die Leuchtzeit verkürzt wird. In der letzten Woche beträgt die Beleuchtungsdauer dann ca. 4 Stunden.

Nun kann das Tier in sein Winterquartier ziehen. Dies kann z.B. aus einer Plastikbox bestehen, die natürlich über eine Belüftung verfügt, in der ein Versteck, Bodengrund und ein Wassernapf vorhanden sind. Die Temperaturen betragen bei mir in der ersten Überwinterungswoche ca. 15°C und dann geht es schrittweise runter. Königsnattern können je nach Unterart zwischen 5-15°C überwintert werden. Dabei ist ein Blick in eine Klimatabelle des Herkunftsortes sehr hilfreich. Die Überwinterung lässt sich am einfachsten in einem kühlen Keller realisieren. Die Temperaturen sind dort konstant und gehen wie in der Natur langsam schrittweise herrunter. Sollte kein kühler Keller vorhanden sein, lassen sich Königsnattern auch in einem Kühlschrank überwintern. Dieser Kühlschrank sollte ausschließlich für die Überwinterung der Tiere sein. Es muss vorher festgestellt werden, ob die benötigten Temperaturen hergestellt werden können. Der Kühlschrank sollte während der Überwinterung mindestens einmal pro Woche geöffnet werden, so dass ein Luftaustausch stattfindet und wieder genügend Frischluft vorhanden ist. Das Wasser kann bei dieser Gelegenheit gleich mitgewechselt werden. Die Überwinterung der Tiere kann ungefähr 8-12 Wochen dauern. Im Februar können die Tiere aus der Winterruhe geholt werden. Die Beleuchtung sowie die Temperatur werden Schrittweise wieder hochgefahren. Also in umgekehrter Reihnfolge. Nach ca. zwei Wochen kann man den Tieren das erste Futter anbieten. Nach einigen Mahlzeiten wird sich das Tier häuten. In dieser Zeit sind Königsnattern paarungsbereit und können miteinander verpaart werden.

Eine Überwinterung tut den Tieren sehr gut und sollte auf jeden Fall durchgeführt werden.

Kauf einer Königsnatter

Bevor man sich eine Königsnatter kauft, sollten alle aufgeführten Punkte erfüllt sein. Das Terrarium sollte bereits ein Woche vorher zu Testzwecken betrieben werden. In dieser Zeit kann man gegebenfalls noch z.B. die Wattstärke der Beleuchtung ändern, oder andere Störfaktoren beseitigen. Ein wichtiger Punkt der von vielen vernachlässigt wird ist die Überwinterung. Man muss die Möglichkeit haben eine Überwinterung ohne Probleme durchzuführen. Auf der Suche nach einem geeigneten Züchter sollte man besonders auf folgende Punkte achten:

  • Sauberkeit der Zuchtanlage
  • Tiere sind futterfest
  • Beratung vor, sowie nach dem Kauf
  • Tiere in optisch perfekten Zustand
  • Parasitenfrei
  • keine Wildfänge
  • Verhalten der Tiere

Sind alle Punkte erfüllt steht einem Kauf eigentlich nichts mehr im Weg. Von Zoofachgeschäften, Baumärkten und Gartencentern ist abzuraten, da die Tiere dort häufig falsch gehalten werden, man falsche Auskünfte bekommt und die Tiere zudem dort deutlich teurer verkauft werden. Von einem privaten Züchter, der sein Hobby ordentlich betreibt und davon gibt es einige, kann man wesentlich mehr erwarten und wird auch deutlich weniger Folgeprobleme mit dem Tier haben.

Quellen

Dieser Beitrag ist Teil eines Artikels von "JHeart".

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