Fütterungsintervalle

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Allgemeines

Fütterungsintervalle sind ein häufiges und immer wieder kehrendes Thema in vielen Schlangenforen. Oft fällt es einem als Einsteiger schwer, abzusehen, wann man wieder Futter geben sollte. Aber auch wenn man schon länger Schlangen hält, fallen Fehler beim Fütterungsrhythmus (meist zu häufig/zu viel gefüttert) oft erst später auf, wenn das Tier bereits älter ist.

Einfach ist es auch nicht immer, denn es kommt stark auf das Alter, Größe, Ernährungszustand und die jeweilige Art des Tieres an, allerdings auch auf dessen individuelle Futterverwertung, sowie ihr genaues Nahrungsspektrum. Nicht zu vergessen aber ebenso auf die Futtermenge/-größe.

Einige Tiere, die sogar Vollgeschwister sein können, verwerten das Futter besser als andere, nehmen bei gleicher Fütterung deutlich rapider zu, wohingegen wieder andere "normal" oder sogar eher unter dem Durchschnitt bleiben.

Hier sollte man dann gezielt beobachten, und grade bei guten Futterverwertern eher weniger als zuviel füttern. Denn ist erst einmal ein Tier überfüttert, und damit übergewichtig (was man nicht immer rein optisch erkennen kann), ist es schwierig, es wieder dazu zu bringen abzunehmen. Dies bedingt sich durch die hervorragende Energieffizienz der Schlangen (gerade bei Riesenschlangen), die von der Natur aus darauf ausgelegt sind, mit ihren Fettreserven sehr sparsam umzugehen.

Anhaltspunkte zu Fütterungsintervallen

Bei vielen Jungtieren kann man davon ausgehen, dass man mit einer Fütterung alle 6-10 Tage nicht viel falsch macht. Ausnahmen gibt es aber auch hier, beispielsweise bei Insektenfressern. Diese benötigen oft einen deutlich enger gefassten Fütterungsrhythmus, etwa täglich bis alle 3 Tage.

Füttert man sehr junge nagerfressende Schlangen recht häufig (4-5 Tage), so sollte man nach zwei bis drei Monaten den Abstand der Fütterungen ausweiten (ca. 7-10 Tage), damit die Tiere nicht zu schnell wachsen. Bei Nattern z.B. kann man sonst oft einen eher "wabbeligen", weicheren Körper erhalten, wohingegen weniger gefütterte Tiere deutlich muskulösere und "härtere" Körper aufweisen. Es schadet nagerfressenden Schlüpflingen nicht, wenn sie alle ~7 Tage gefüttert werden. Auch damit wachsen sie gut, nur wahrscheinlich etwas langsamer (was aber nicht negativ zu sehen ist) als häufiger gefütterte Neonaten.
Zu selten sollte allerdings bei Jungtieren auch nicht gefüttert werden, sonst bleibt das Längenwachstum zurück, die Tiere hungern, bleiben für ihr Alter zu klein und erreichen manchmal nicht einmal die normale Größe.

Adulte Schlangen, und gerade die Männchen, benötigen normalerweise einen noch größeren Fütterungsintervall, von ca. 2-4 Wochen, auch wieder abhängig von ihrem Ernährungszustand und ihrer Aktivität. Man tut den Tieren keinen Gefallen, wenn man sie weiterhin füttert wie Jungschlangen, da sie mit dem Alter weniger stark in die Länge, als vielmehr in die Breite wachsen, damit eher verfetten..
Fettleber und allgemein Organverfettung sind die Folge, was die Lebensdauer stark reduziert, und auch die Anfälligkeit für Erkrankungen erhöht.

Beispielsweise kommt ein gesunder, aktiver und gut genährter adulter 1,0 Pantherophis guttatus normalerweise mit einer Fütterung einmal monatlich sehr gut aus, und kann dabei sogar noch minimal zunehmen (selbst erlebt), auch wenn es sich beim Futtertier lediglich um eine semiadulte Maus handelt.

Trächtige Schlangen nehmen meist kurz vor der Eiablage keine oder nur noch sehr kleine Futtertiere an, denn im Darm ist durch die Jungtiere/Eier nicht viel Platz. Bei Weibchen die trotzdem noch normal fressen, sollte man allerdings darauf achten, die Futtertiergröße zu beschränken..
Es kam in einigen Fällen durch zu große Futtertiere bei tragenden Tieren schon zu Verstopfungen (Nattern). Nach der Trächtigkeit kann man einige Zeit etwas häufiger füttern, was allerdings kein Muss ist, und auch wieder abhängig vom Gesamtzustand des Tieres ist..
Zu früh/jung tragende Weibchen sind so oftmals sehr ausgezehrt, und benötigen erstmal eine gute Fütterung.


Insgesamt ist ersichtlich, dass der Fütterungsintervall von vielen verschiedenen Faktoren abhängig ist.
Allgemein kann man allerdings sagen, dass oftmals weniger mehr ist, im Sinne der Tiere.

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