Epicrates cenchria
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Inhaltsverzeichnis |
Allgemeines
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Epicrates cenchria | |
| Deutscher Name | Rote Regenbogenboa |
| WA-Schutzstatus | II |
| Familie | {{{Familie}}} |
| Unterfamilie | Boidae |
| Gattung | Epricates |
| Art | Epicrates cenchria |
| Unterart | keine |
| Erstbeschreibung | Linnaeus 1758 |
Regenbogenboas haben ihren Namen aufgrund ihres schillernden Glanzes. Dieser entsteht durch mikroskopisch kleine Riffeln auf ihren Schuppen, die wie Prismen das weiße Licht in die Farben des Regenbogens spalten. Regenbogenboas werden in Gefangenschaft bis zu 20 Jahre alt.
Es gibt mehrere Unterarten der Roten Regenbogenboa (Epicrates cenchria ssp.), je nachdem welche Quelle man zu Rate zieht. Die häufigsten in Gefangenschaft gehaltenen Regenbogenboas sind die Rote Regenbogenboa (Epicrates cenchria cenchria) und die Kolumbianische Regenbogenboa (Epicrates maurus). Andere Arten und Unterarten sind zeitweise erhältlich. Nicht alle sind gut beschrieben und verschiedene Unterarten wurden in Gefangenschaft miteinander verpaart, was die Identifikation einer unbekannten Unterart sehr erschwert. Unterschiede finden sich in der Färbung, der Zeichnung und der Größe.
Unterarten
- Epicrates cenchria cenchria (Linnaeus 1758)
- Epicrates cenchria alvarezi Abalos, Baez & Nader 1964
- Epicrates cenchria assisi Machado 1944
- Epicrates cenchria barbouri Stull 1938
- Epicrates cenchria crassus (Cope 1862)
- Epicrates cenchria gaigei Stull 1938
- Epicrates cenchria hygrophilus Amaral 1954
- Epicrates cenchria polylepis Amaral 1935
Beschreibung
Größe
Regenbogenboas werden zwischen 1,10 m und 2,10 m lang. Die Roten Regenbogenboas (E.c. cenchria) sind die größten mit einer Länge von 1,80 m bis zu 2,10 m. Sogar ein großes Alttier sollte nicht mehr als 4,5 kg wiegen. Die kleinste Unterart ist eine noch nicht allgemein anerkannte aus Guyana (E.c.ssp.) (gibt es dafür Quellen?), die eine Länge zwischen 1,10 m und 1,30 m erreicht.
Körperform
Regenbogenboas sind schlanke Boas und weit weniger massig als eine gleichlange Boa constrictor.
Färbung und Zeichnung
Jungtiere haben eine sehr kontrastreiche Zeichnung, die bei einigen Unterarten mit zunehmendem Alter verblaßt.
Geschlechtsunterscheidung
Durch Sondieren
Herkunft
Man findet sie in Wäldern, Ebenen und Sümpfen von Costa Rica bis ins zentrale Südamerika hinein. Sie sind vorwiegend nachtaktive Wesen, die am Tage schlafen und nachts auf Beutefang gehen. Es scheint, daß Regenbogenboas der einen oder anderen Unterart in diesem Gebiet überall dort vorkommen, wo es eine geeignetete Umgebung gibt. Da ein Großteil dieses Lebensraumes nahezu unpassierbar ist, können weitere, bisher nicht beschriebene Unterarten existieren. Auf einigen Inseln vor der Küste Südamerikas gibt es ebenfalls Regenbogenboas und einige Unterarten könnten nur auf einer oder zwei Inseln leben.
Haltung und Pflege
Terrariengröße und -einrichtung
Die Hauptanforderungen an das Terrarium sind es, der Schlange genügend Platz zu geben und zugleich die notwendige Temperatur und Luftfeuchtigkeit zu halten. Jungtiere werden am besten in kleinen Behältern gehalten. Eine Plastikbox mit gebohrten Luftlöchern, einer Wasserschale, einem Versteckplatz und feuchtem (nicht nassen) Substrat ist für die ersten Monate ausreichend. Ausgewachsene Tiere andererseits brauchen viel Platz zum Umherstreifen. Für ein ausgewachsenes Paar halte ich eine Bodenfläche von 1,2 bis 1,8 qm für angemessen. Sie klettern gerne, also ist ein hoher Käfig mit Kletterästen einem flachen vorzuziehen. Als Substrat benutze ich die im Fachhandel erhältliche gepresste Terrarienerde, die ich mit Seramis versetzt habe. Als Nachttiere benötigen Regenbogenboas wahrscheinlich kein Tageslicht oder können zumindest keinenNutzen daraus ziehen. Strahler können eingesetzt werden, um die Temperatur zu erhöhen, wobei weisses Licht am Tage und rotes in der Nacht eingesetzt wird. Das rote Licht sollte eine geringere Wattzahl haben, um die Temperatur in der Nacht absinken zu lassen. Rotes Licht bei Nacht hat ausserdem den Vorteil, die Beobachtung des Tieres zu ermöglichen, ohne seinen Tag-Nacht-Zyklus durch grelles Licht zu stören.
Klimatische Ansprüche
Die Temperaturbedürfnisse variieren zwischen den Unterarten, da sich diese jeweils an verschiedene Lebensräume angepasst haben. Rote Regenbogenboas (E. cenchria) bevorzugen einen Temperaturbereich von 21 bis 24 Grad nachts und 21 bis 32 Grad am Tage wobei die optimale Umgebungstemperatur am Tage bei 25,5 bis 26,5 Grad liegt. Kolumbianische Regenbogenboas mögen es etwas wärmer. Ihr Temperaturbereich reicht von 25 - 27 Grad nachts bis 32 Grad am Tage. Werden Regenbogenboas für längere Zeit bei über 32 Grad gehalten, so können sie daran eingehen. Es ist am besten, mit einem Temperaturbereich von 24 - 29,5 Grad (mittlere Umgebungstemperatur von 26,5 Grad) zu beginnen und diesen anzupassen, je nachdem wo sich das Tier am häufigsten aufhält. Die Wärme sollte ausschließlich durch Strahlern über dem Terrarium (die Wattzahl hängt von der Größe des Beckens und der Raumtemperatur ab) geboten werden, da Regenbogenboas keine Wärme von unten vertragen. Daher sollten Heizmatten am besten gar nicht, höchstens aber nur unter dem Wasserbecken zum Einsatz kommen. Alle Regenbogenboas sind extrem anfällig für Austrocknung und die Aufrechterhaltung einer hohen relativen Luftfeuchtigkeit ist ein absolutes Muss. Das Becken sollte mehrmals am Tage überbraust werden und ein feuchter Versteckplatz sollte geboten werden. Der feuchte Versteckplatz kann eine Plastikbox mit einem Loch an einem Ende sein, der mit feuchten Torf oder Moos gefüllt wird. Das Wasserbecken sollte so groß bemessen sein, daß das Tier vollständig darin untertauchen kann. Wenn ein solches Becken im warmen Bereich des Terrariums plaziert wird, hilft es zusätzlich, die notwendige hohe Luftfeuchtigkeit zu erreichen. Schlangen trinken aus jeder Wasserquelle, die im Becken erreichbar ist, daher müssen sämtliche Wasserschalen sehr sauber gehalten werden. Regenbogenboas scheinen nahezu immun gegen die "Bläschenkrankheit" zu sein und werden die meiste Zeit an den feuchten Stellen im Terrarium verbringen. Trotzdem sollte auch eine trockene Stelle zur Verfügung gestellt werden. Hat das Terrarium eine Gazeabdeckung, so sollte sie teilweise abgedeckt werden (z.B. mit Plexiglas), um die Luftfeuchtigkeit hoch zu halten. Eine relative Luftfeuchtigkeit zwischen 75 und 80 % ist ideal. Längere Perioden mit einer Luftfeuchtigkeit von weniger als 50% können zum Tod des Tieres durch Austrocknung führen.
Pflege und Fütterung
Regenbogenboas ernähren sich in Gefangenschaft hauptsächlich von Mäusen und/oder kleinen Ratten. Die Größe des Futtertieres wird durch den Umfang der Schlange bestimmt, wobei die Beute etwas kleiner als die dickste Stelle der Schlange sein sollte. Neugeborene und Jungtiere können alle sieben bis zehn Tage gefüttert werden und Halbwüchsige oder ausgewachsene Tiere alle zehn bis vierzehn Tage. Es sollte unbedingt vermieden werden, die Tiere zu überfüttern. Neugeborene neigen zu leichter Bissigkeit, doch mit Geduld und zunehmenden Zeiträumen der Handhabung sollten sie sich bald beruhigen.
Quelle
Dieses ist ein Artikel von "mike" gewesen
