Eiablage

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Die Eiablage erfolgt normalerweise ca. anderthalb bis zwei Monate nach erfolgreicher Befruchtung - in der Regel geht dieser noch eine Häutung voraus.
Der Befruchtung muss nicht zwingend eine direkte/erneute Paarung vorausgehen. Schlangen sind fähig, Samen zu speichern, sodaß je nach Art durchaus mehrere Gelege pro Jahr ohne erneute Paarung erfolgen, oder sogar noch ein Jahr darauf.

Das Weibchen wird einige Zeit vor der Eiablage sichtlich nervöser, und sucht aktiv nach einem geeigneten Ablageplatz. Findet sie keinen, kann dies zu einer Legenot führen - welche dann tierärztlich behandelt werden sollte. Es ist auch möglich, dass sie die Eier im Terrarium verteilt, oder an sehr ungünstigen Plätzen ablegt. So kamen schon Gelege in Wasserschalen oder in (bepflanzten) Blumentöpfen vor. Meistens sterben die Eier ab, wenn man sie nicht rechtzeitig findet, da sie zu trocken, zu feucht, zu warm oder zu kühl abgelegt wurden. Manchmal, z.B. bei Pantherophis guttatus, kam es aber auch schon im Terrarium zum Schlupf einiger Neonaten.

Am besten stellt man dem Weibchen daher mehrere mögliche Boxen, Schalen oder umgedrehte Töpfe zur Auswahl, die mit feuchtem Substrat gefüllt sind und in einer warmen Zone stehen. Man könnte auch schlicht sagen. Mögliche Substrate, die bei den meisten Weibchen sehr beliebt sind, wären (Sphagnum-)Moos und Erde. Hat das Weibchen dann eine geeignete Stelle gefunden, vergräbt sie sich nicht selten darin oder bleibt zumindest dort zusammengerollt liegen, und ist oftmals erst dann wieder zu sehen, wenn sie ihre Eier abgelegt hat.

Die Eiablage erschöpft das Weibchen sehr, und kann sich auch einen ganzen Tag (manchmal auch länger) hinziehen - vorallem wenn es viele Eier sind. Daher sollte man nicht gleich eingreifen und das Tier möglichst wenig stören, denn Stress könnte zu einer Legenot führen, wenn das Weibchen die Eiablage unterbricht.

Ein Ei folgt dem anderen, und wird unter Wehen vom Weibchen durch die Kloake herausgepresst. Die Abstände zwischen den Eiern können variieren, und manchmal kann auch eine mehr oder weniger lange Pause erfolgen (welche nicht gleich besorgniserregend sein muss).

Die Eier sollten nicht gedreht werden, da dies zum Absterben der Föten führen würde. Befruchtete Eier sind prall und weiß - unbefruchtete Eier (Wachseier) eher gelb und in der Regel unförmiger als erstere. Wachseier kann man gleich entsorgen, die normalen Eier aber (sobald alle gelegt wurden) vorsichtig in den Inkubator überführen, bei Temperaturen von 27/28° und einer Lf von 90-100%. Allerdings können sich auch äußerlich befruchtet wirkende Eier noch im Verlauf der Inkubation als unbefruchtet heraus stellen.

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