Crotalus cerastes cerastes

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Allgemeines

Crotalus cerastes cerastes

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Deutscher Name Mojave-Seitenwinderklapperschlange
WA-Schutzstatus keiner
Familie Viperidae
Unterfamilie Crotalinae
Gattung Crotalus
Art Crotalus cerastes
Unterart Crotalus cerastes cerastes
Erstbeschreibung Hallowell 1854



WA-Schutzstatus

Taxonomie

Unterarten


Beschreibung

Crotalus cerastes cerastes ist die kleinste der drei Unterarten, bei der die Weibchen aus den nördlichsten Verbreitungsgebieten schon mit ca. 50 cm erwachsen sein dürften. Die Männchen dieser Unterart bleiben sehr viel kleiner und sie sind schon im Alter von ca. 17-24 Monaten und einer Länge von ca.30 cm geschlechtsreif. Wahrscheinlich variiert die Größe der Mojave-Seitenwinderklapperschlange je nach Verbreitung, denn ich sah auch schon größere und massigere Exemplare aus den südlichen Teilen (Arizona) ihres Herkunftsgebietes. Meine Tiere stammen aus den nördlichen Teilen (Nevada) und bleiben trotz guter Fütterung und optimalen Haltungsbedingungen sehr klein.

Farbvarianten

Vorkommen und Verbreitung

Die Mojave–Seitenwinderklapperschlange (Crotalus cerastes cerastes) ist die am nördlichsten vorkommende Unterart von Crotalus cerastes. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Süd-Nevada über das extrem südwestliche Utah, bis in das westliche Zentral–Arizona und in die Mojavewüste Ost-Kaliforniens. Hier lebt sie gewöhnlich in den flachen, trocken/sandigen Bereichen, an felsig/sandigen Abhängen sowie in Sanddünen. Diese Gebiete sind meist durchsetzt mit Kreosote- und Mesquitesträuchern. Häufig findet man die kleinen Klapperschlangen in unmittelbarer Nähe der Sträucher, aber auch vor den Höhlen der Kängururatten.



Lebensraum und Lebensweise

Gift

Haltung

Ich halte meine Tiere nach Geschlechtern getrennt, einzeln oder zu Zweien in Terrarien von 95cm x 30cm x 30cm (L x H x B). Beleuchtet und beheizt werden die Terrarien mit je einer 18W Neonlampe. Da die Terrarien übereinander stehen, wird das jeweils obere Becken von dem darunterliegenden beheizt. Dadurch erreiche ich ein optimales Temperaturgefälle. Im vorderen rechten Bereich der Terrarien herrschen Bodentemperaturen von 35°C, welche sich zum hinteren linken Bereich in den Höhlen auf ca.22°C abkühlen. Die Lufttemperatur beträgt 27°C-30°C am Tage und ca. 22°C-24°C in der Nacht. Die Einrichtung der Terrarien für diese Art fällt bei mir sehr sparsam aus. Als Bodengrund verwende ich Spielzeugsand aus dem Baumarkt, welcher relativ Staubarm ist. Einige flache, weiße Schieferplatten zu einer Höhle zusammengestellt, sowie einige dürre, trockene Zweige (Crotalus cerastes cerastes klettert gerne) sind auch schon alles, womit die Terrarien bestückt sind. Da Crotalus cerastes cerastes eine absolute Wüstenschlange ist, verzichte ich auf eine Trinkschale. Wer einmal beobachtet hat, wie schnell das Wasser aus einem Napf in einem warmen Terrarium verdunstet, kann sich in etwa vorstellen, daß die Luftfeuchtigkeit dabei unverhältnismäßig ansteigt. Das kann bei dieser Art nur von Nachteil, wenn nicht gar gefährlich sein. Meine Tiere bekommen nur einmal in der Woche für eine Nacht ein kleines Schälchen mit frischem Wasser angeboten, woraus sie aber nur äußerst selten trinken.

Terrarientyp und -größe

Terrarieneinrichtung

Klimatische Bedingungen

Beleuchtungsdauer

Winterruhe

Häutung

Nahrung

Verhalten

Besonderheiten

Zucht

Paarungszeit

Vorbereitungen zur Paarung

Paarung

Am 23.10.2000 um 16:00 Uhr setzte ich die beiden Tiere zusammen, wobei ich das Männchen in das Terrarium des Weibchens setzte. Das Männchen zeigte zunächst keinerlei Interesse an dem Weibchen. Es kroch aufgeregt züngelnd im Terrarium umher, wobei es jeden Einrichtungsgegenstand einer genauen Prüfung unterzog, das Weibchen dabei aber konsequent ignorierte. Erst nach 5 Stunden, gegen 21:00 Uhr, fing es an, unter heftigem Züngeln und ruckartigen Bewegungen, über den Rücken des Weibchens zu kriechen, welches völlig teilnahmslos und zusammengerollt liegenblieb. Dieses Spiel konnte ich ca. eine halbe Stunde beobachten. Da ich in dieser Nacht noch zur Arbeit mußte, kann ich zum weiteren Verlauf des Paarungsspiels keine weiteren Angaben machen. Als ich am nächsten Morgen meinen obligatorischen Kontrollgang durch das Schlangenzimmer machte, war die Paarung in vollem Gange. Die Tiere lagen dabei nebeneinander, wobei das Männchen seinen Schwanz um den des Weibchens geschlungen hatte. Ein Hemipenis war eingeführt. Wie lange die eigentliche Paarung dauerte kann ich nicht sagen, aber gegen 13:00 Uhr hatten sich die beiden Tiere wieder voneinander gelöst. Das Männchen wurde sofort wieder in sein eigenes Terrarium gesetzt. Beide Tiere wurden noch bis Mitte November gefüttert und gingen dann von Anfang Dezember´00 bis Anfang Februar´01, bei einer Temperatur von 10°C – 15°C, in die Winterruhe. Anfang März ´01 fingen beide Tiere wieder an, regelmäßig zu fressen. Das Weibchen legte sehr schnell an Umfang zu, so daß ich ihr zwischendurch immer mal wieder eine Futterpause auferlegte. Trotzdem nahm sie weiter an Umfang zu, was auf eine geglückte Paarung und eine daraus resultierende Schwangerschaft hindeutete.


Trächtigkeit

Inkubation

Schlupf/Geburt

Am Abend des 29.06.01, gegen 20:00 Uhr, sah ich das Weibchen in der typischen „Geburtsstellung“ im Terrarium liegen. Sie lag in leichten Windungen locker ausgestreckt, wobei die hinteren zwei Drittel ihres Körpers in ihrem Versteck verblieben. In dieser Stellung bekam sie bisher jedesmal ihre Jungen, warum ich auch sofort auf die beginnende Geburt aufmerksam wurde. Bei genauer Betrachtung konnte ein leichtes Zucken sowie ein leichtes Schlängeln der letzten zwei Körperdrittel beobachtet werden. Mit einer Taschenlampe leuchtete ich in das Versteck des Weibchens und so konnte ich um 20:30 Uhr das erste Jungtier erblicken, welches sich gerade aus der transparenten Eihülle befreite. Da ich an diesem Abend wieder zur Arbeit mußte, kann ich zum weiteren Verlauf der Geburt keine näheren Angaben machen. Am Morgen des 30.06.01 konnte ich dann mit großer Freude feststellen, daß elf gesunde und kräftige Babys das Licht der Welt erblickt hatten. Die kleinen Schlangen krochen schon munter und neugierig im Terrarium umher. Mittels einer langen Pinzette fing ich die kleinen Tierchen ein und setzte sie erstmal in ein Plastikterrarium. Zur weiteren Aufzucht werden die kleinen Schlangen einzeln in handelsübliche Haushaltsdosen gesetzt, deren Einrichtung nur aus Zellstoff und einem gebogenen Stück Zierkork besteht.

Männchen

Das Männchen wurde bei mir im Mai´99 geboren. Es war also zum Zeitpunkt der Paarung gerade mal 17 Monate alt. Zum jetzigen Zeitpunkt hat es eine Länge von ca. 48 cm. Insgesamt gesehen wirkt es aber viel kleiner, da es im Gegensatz zum Weibchen sehr schlank und eher zierlich ist. Gefüttert wird alle 14 Tage mit einer halbwüchsigen Maus. Im Vergleich zu den Weibchen sind die Männchen nicht ganz so verfressen. In der Regel fressen sie bis zum Hochsommer ( Juli ) und legen dann eine Freßpause bis zum Herbst ( Oktober/November ) ein. Es kommt auch vor, daß die Männchen erst im nächsten Frühjahr wieder anfangen Nahrung aufzunehmen.

Weibchen

Das Weibchen stammt von einem Wildfang aus Nevada ab und wurde im August´96 geboren. Zum jetzigen Zeitpunkt ist sie ca. 52 cm lang. Dieses Weibchen hat jetzt zum dritten mal Junge bekommen ( ´99, ´00, ´01 ). Auch sie wird alle 14 Tage mit einer halbwüchsige Maus gefüttert. Die Weibchen fressen in der Regel das ganze Jahr hindurch. Im Gegensatz zu den meisten anderen Klapperschlangen wird bei meinen Crotalus cerastes die Beute blitzschnell gepackt und nicht wieder losgelassen.


Quellen

Dieser Artikel stammt aus der Artikelsammlung der Schlangengrube und ist von Jens Sievert (30.06.2001) Weitere Einzelheiten zur Haltung und Zucht von Crotalus c. cerastes könnt Ihr in meiner Homepage nachlesen ! rattlesnakes.de


Weiterführende Literatur

Weblinks

Persönliche Werkzeuge