Corallus hortulanus
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Allgemeines
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Corallus hortulanus | |
| Deutscher Name | Gartenboa |
| WA-Schutzstatus | II |
| Familie | Booidae |
| Unterfamilie | Boidae |
| Gattung | Corralus |
| Art | Corallus hortulanus |
| Unterart | keine |
| Erstbeschreibung | Linnaeus 1758 |
Die Gartenboa (Corallus hortulanus, ehemals Corallus enydris) wird oft von den Leuten übersehen, die an den arboralen (baumbewohnenden) Riesenschlangen interessiert sind. Der Hauptgrund dafür ist vermutlich das unberechenbare Verhalten dieser Tiere, da sie in dem wohlverdienten Ruf stehen, "kleine Biester" zu sein. Doch die Tatsache, daß nur wenige Schlangenarten in einer solchen Farb- und Zeichnungsvielfalt auftreten, macht sie zu einer der schönsten Arten zum Anschauen. Sie ist eine hervorragende Einstiegsschlange für einen zukünftigen Corallus-Liebhaber.
Beschreibung
- Größe 1,5 - 2,1 Meter
- Körperform
Da die Gartenboa eine vorwiegend arboreal lebende Schlange ist, ist ihr Körper eher hoch als breit gebaut. Desweiteren handelt es sich um eine recht schlanke Schlange, deren Kopf stark vom restlichen Körper abgesetzt ist.
Färbung und Zeichnung
Die Färbung von Gartenboas ist extrem weit gefächert und auch bei Jungtieren im selben Schlupf oft verschieden. Näheres hierzu findet sich im Artikel "Die vielfarbige Baumboa" in der Artikelsammlung.
Geschlechtsunterschiede
Durch Sondieren
Herkunft
(Karte) Biotop Wird später gefüllt.
Haltung und Pflege
Terrariengröße und -einrichtung
Das Terrarium für diese Schlangen sollte möglichst hoch sein und für ein ausgewachsenes Paar mindestens die Maße 100*70*110cm (b*t*h) haben, wobei mein eigenes 100x100x140 cm misst. Die Form des Terrariums ist zweitrangig, es sollte aber eine große, geräumige Öffnung haben, um leichten Zugang für den Pfleger zu bieten. Dies ist wichtig, da man bei den meisten Gartenboas die halbe Zeit, die man im Terrarium arbeitet, damit verbringen wird, ständig Dutzenden kleiner, nadelspitzer Zähne auszuweichen. Achtet darauf, daß ihr ausreichend Platz hat, um außerhalb der Reichweite dieser Zähne zu bleiben. Beim Umgang mit den Tieren verletze ich mich häufiger beim Ausweichen, als durch tatsächliche Bisse. Allerdings muß man auch aufpassen, daß die Schlangen nicht aus einer großen Terrarienöffnung herausflitzen. Diese Kerlchen können sich wirklich bewegen, wenn sie müssen und ein schneller Griff, um das Tier am Entkommen zu hindern, wird dann gern mit einem von zwei Geschenken belohnt, einem Haufen nadelartiger Bißwunden oder eine frisch abgesonderte, ranzig stinkende Masse, aus ihren Analdrüsen, die sie so gerne einsetzen. Die Gartenboas unterscheiden sich von ihren größeren Verwandten, den Hundskopfschlingern (Corallus canninus) dadurch, daß sie in Gefangenschaft nicht rein arboral leben. Es ist nicht ungewöhnlich für eine Gartenboa, mehr als die Hälfte der Zeit zusammengerollt auf dem Boden des Terrariums zu verbringen. Bei einem Hundkopfschlinger oder Baumpython wäre dies ein Grund zur Sorge, doch in diesem Fall ist es ein Teil des normalen Verhaltens. Allerdings sollten die [[Corallus hortulanus | Gartenboas] nicht ständig am Boden sein, dies kann ein Zeichen dafür sein, daß etwas nicht stimmt. Ein Grund für eine Gartenboa, beträchtliche Zeit am Boden zu verbringen, sind falsche Äste. Anders als die Hundskopfschlinger, die einen horizontalen Ast benutzen, mögen es die Gartenboas, den Ast mit mindestens drei Punkten ihres Körpers zu berühren. Damit meine ich, daß sie eine Astgabel oder einen krummen Ast einem geraden, waagerechten Ast vorziehen. In meinem Terrarium verwende ich mehrfach gegabelte Äste und Pflanzengitter aus Bambus. Es scheint ihnen angenehmer zu sein, wenn sie mit mehreren Stellen ihres Körpers eine Oberfläche berühren. Oft rollen sie sich auf erhöhten Simsen zusammen, von denen aus sie das Terrarium überblicken können. Was die Einrichtung des Terrariums eingeht, benutze ich viele Pflanzen, Äste (s.o.) und als Bodengrund die im Zoohandel erhältliche gepreßte Gartenerde. Die Pflanzen werden gerne von den Schlangen als Ruheplätze aufgesucht. Außerdem habe ich ein großes Wassergefäß in das Terrarium eingebracht, in dem ein Ultraschallvernebler installiert ist.
Klimatische Ansprüche
Der Temperatur- und Feuchtigkeitsbedarf dieser Art entspricht fast genau dem des Hundskopfschlingers (Corallus canninus). Der Hauptunterschied besteht darin, daß die Gartenboa unempfindlicher gegen ungünstige Bedingungen ist. Temperaturen im Bereich von 24 -29 Grad Celsius sind ideal. Ich versuche Tageshöchstwerte von etwa 28 -29 Grad zu erreichen und lasse die Temperatur nachts bis auf 24 Grad absinken. Die relative Luftfeuchtigkeit halte ich bei 65-70%, was aber stark schwankt, da beim täglichen Sprühen die Luftfeuchtigkeit bis auf 95-100% ansteigt, was bei der Häutung hilft. Man sollte nur darauf achten, daß diese hohe Feuchtigkeit nicht über längere Zeiträume hinweg aufrecht erhalten wird, da dies das Wachstum von Bakterien und Pilzen im Terrarium begünstigt, mit denen sich die Schlange infizieren könnte. Eine zu geringe Luftfeuchtigkeit kann zu Problemen wie Atemwegserkrankungen und Häutungsschwierigkeiten führen, daher muß man ein Gleichgewicht erreichen
Pflege und Fütterung
Die Fütterung dieser Tiere kann schwierig sein. Ich habe herausgefunden, daß Gartenboas zu einem von zwei Extremen neigen ... sie sind entweder sehr wählerisch und lehnen nahezu alles ab, was ihnen angeboten wird oder sie fressen alles in Sichtweite innerhalb von zwei Minuten nachdem es in das Terrarium gelegt wurde. Wie mir gesagt wurde, nehmen sie oft nach vier oder fünf lebenden Mahlzeiten Frostfutter an. Ich bevorzuge es, sie mit zuvor abgetöteten Beutetieren zu füttern, da ihre Körper mit den schlanken Hälsen einen recht zerbrechlichen Eindruck machen. Ich füttere aufgetaute Mäuse, die ich zuvor für eine oder zwei Minuten an eine Glühbirne halte. Die Schlangen sind besonders wärmefühlsam und lehnen warme Beute nur selten ab. Wichtig ist es auch, ein Beutetier von angemessener Größe anzubieten. Ich füttere Mäuse, die in etwa den gleichen Durchmesser haben, wie der dickste Teil des Körpers der Schlange. Diese kleine Faustregel vermeidet das Auswürgen von zu großen Futtertieren. Gartenboas haben einen etwas schnelleren Stoffwechsel als die Hundskopfschlinger, aber man darf sie nicht trotzdem nicht überfüttern. Ich füttere meine Tiere alle 5-7 Tage und fahre bisher ganz gut damit. Später werde ich den Rhythmus auf 10-14 Tage verlangsamen. Was die schwierigen Fresser angeht, ist "Trial and Error" angesagt, um herauszufinden, was notwendig ist, um die Schlange zum regelmäßigen Fressen zu veranlassen. Man kann kleine Frösche oder Echsen benutzen, um Nagetiere zu verwittern oder sie selber verfüttern. Allerdings riskiert man es dabei, die Schlangen mit Parasiten zu infizieren. Daher sollte man Schlangen, die nur andere Reptilien oder Amphibien annehmen, sobald wie möglich durch Verwittern an Nagetiere gewöhnen. Schließlich benötigen die Tiere natürlich noch Wasser. Ich habe sie schon häufig beim Trinken aus Wasserschalen beobachten können, aber es ist wichtig, daß diese leicht erreichbar sind. Ich benutze sehr große Schalen, die etwa die Hälfte des Terrarienbodens abdecken. Wie ich beobachten konnte sind Gartenboas auch sehr gute Schwimmer. Es soll vorteilhaft sein, wenn man Wasser in erhöhten Schalen anbietet, z.B. in einer Vogeltränke, so daß die Schlangen direkt im Astwerk trinken können. Was man aber trotz einer großen Wasserschale nicht unterlassen darf, ist das tägliche Sprühen im Terrarium. Das Sprühen ist für die Gesunderhaltung und das Wohlbefinden der Tiere wichtig, da sie oft von ihren eigenen Körperwindungen trinken, wenn ihnen die Möglichkeit gegeben wird.
Vermehrung im Terrarium
Aufzucht der Jungtiere
Quellen
Dieses ist ein Artikel aus der Artikelsammlung der Schlangengrube, gepostet von "Mike"
